Tag XY

Man bestrafe mich für meine endlose Faulheit. Jetzt habe ich es doch tatsächlich nicht geschafft, diesen Blog bis zum Ende durchzuziehen!

Mittlerweile stecke ich schon im vierten Monat zurück in Wien, habe soweit alles Planmäßige für das nächste Studienjahr geregelt und gerade das Glück, diesen Sommer gleich zwei Praktika hintereinander haben zu dürfen.

Es ist anscheinend eine schlechte Angewohnheit, das Ende einer Reise nicht schriftlich festzuhalten -2010 ist mir das Gleiche passiert und mittlerweile versuche ich krampfhaft, mir die Erinnerungen so lebendig wie möglich wiederzuholen damit ich sie niederschreiben kann.

Wo war jedenfalls mein Blog stehengeblieben?

Tag 104

Letzte Schulwoche in Osaka!

Hier waren wir mehr oder weniger einfach nur am Lernen. Jeden Tag um 7 Uhr morgens aufstehen, zum Frühstück und unter die Dusche hetzen, dann zu Starbucks lernen für 2 Stunden, Schule von 13.30h – 16.45h, zurück zum ABendessen, Starbucks lernen bis 10h abends. Bei einem Telefongespräch mit Mama wurde die Bezeichnung “halbes Burnout” zwar belächelt, so falsch ist das aber nach drei Wochen dieser Routine gar nicht. Vor allem weil wir auch am Wochenende keine Pause gemacht haben sondern brav durchgelernt haben.

Mittlerweile können wir allerdings sagen, dass es sich gelohnt hat.

Tag 79

Zum zweiten Mal in Tokio zu sein ist – wie könnte man es auch anders erwarten - nicht mit dem ersten Mal zu vergleichen. Nach einer sehr (sehr) anstrengenden Busfahrt von Osaka nach Tokio hatten wir es endlich an unser Ziel geschafft. Mit unserenüber hundert Kilo Gesamtgepäck sind wir nur knapp der Rush Hour in der U-Bahn entkommen, da wir dankenswerterweise nur in die weniger befahrene Richtung mussten. Im Hostel angekommen richteten wir uns erstmal mehr oder weniger häuslich ein, dann wurde nicht ausgeruht, sondern gleich mit dem Sightseeing begonnen, da Bigi ja nur zwei Wochen in Tokio hatte. Also ab nach Shibuya, dem Zuhause von Hachiko und der meistbesuchten Kreuzung der Welt (bei jedem Mal Grünwerden gehen hier über tausend Menschen über die Straße) sowie des umsatzstärksten Starbucks’ mit Überblick über eben jene Kreuzung. Einmal Umsehen, einmal leckere Crepe essen, weiter nach Harajuku. Harajuku, oder wohl eher die (enge) “Haupt”straße Takeshita-dori, ist berühmt für die vielen schrägen Gestalten, die dort herumlaufen und Vorbild für viele Japanfans in Sachen Mode und Musik darstellen. Eileen, die in Sachen Mode bewanderter ist als ich, findet es toll, dass “die Menschen hier wenigstens das tragen können, worauf sie Lust haben”. Gleich neben Harajuku befindet sich Omotesando …

Sie lebt!

Seit dem letzten Post ist es eine Weile her, ich wollte hiermit nur einmal ein Lebenszeichen von mir geben ;)

Mir geht es gut, morgen fahren wir in Richtung Osaka wo die Sprachschule losgehen wird. Bin gerade dabei einen schönen langen Tokio-Beitrag zu schreiben, mit meinem nicht-Internet-findenden Computer fehlt mir allerdings jegliche Geduld. In den kurzen Phasen, in denen er sich dann doch dazu entschließt, zu funktionieren, habe ich begonnen, einige Bilder hochzuladen!

Einfach hier klicken – ist zwar erst Korea, aber Stückchen für Stückchen kommen wir der Gegenwart näher! :)

Alles Liebe ♥

Tag 46

Nach unserer unendlichen Begeisterung von der wunderschönen Insel Jeju ging es mit einer Fähre voller niedlichster Jungs zurück auf die Halbinsel in die Hafenstadt Pusan. Frühmorgens stehen wir also am Hafen und wissen in etwa … genau den Namen unseres Guesthouses. Nach einer Stunde herumirren und einer weiteren Stunde vor dem Guesthouse warten, da die Betreuerin erst um 9 Uhr morgens ihren Dienst beginnt, stehen wir also mehr oder minder fertig im Mint House und freuen uns über WÄRME. Pusan ist zwar immer noch wärmer als Seoul, doch ist von dem nach einer Stunde im kalten Stiegenhaus sitzen nicht mehr viel zu spüren gewesen. Das Guesthouse selbst war wie eine kleine Wohnung, mit einem Zimmer voller Stockbetten, einem kleinen Gemeinschafts- und Frühstücksraum samt Fernseher sowie einer Eingangs”halle”, in der man einchecken, seine Wäsche waschen und für sonstiges Grundloses herumhängen kann. In jedem Raum gibt es einen Heizer (oder Kühler im Sommer, he he…), was für uns arme Westler ein kleiner Schock war, da Asiaten anscheinend vorzugsweise bei 28°C durch die Nacht schlummern. Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass sie am letzten Abend mein Herumgegrummel beim wieder kühler stellen verstanden haben und es bei 24°C gelassen haben.
Zu Pusan selbst…

Tag 39

お久しぶりです!
Es ist eine Weile her seit ich mich durch meinen Blog gemeldet habe. Mittlerweile haben wir Seoul in Richtung Insel Jeju verlassen und eigentlich kann ich es nicht glauben dass ich bereits seit einem Monat Wien mit meiner Abwesenheit beglücke.
Die letzten Höhepunkte in Seoul waren für mich der kurzesuch von Eileens Freundin, Tami, die in unsere Gruppe frischen Wind gebracht hat, der Besuch des Musicfestivals MBC Gayo Daejejeon, bei dem das Warten allein schon ein Abenteuer dargestellt hat, sowie letztendlich die Besichtigung des Namsan Towers am letzten Abend. Anzumerken ist, dass wir letzteres eigentlich schon am zweiten Tag in Seoul tun wollten.

Für einen ganzen monat scheinen das nicht viele Highlights zu sein …

Tag 20

Zitat Eileen: “Nehmen sie eigentlich Übergepäck auf Fluchtflugzeugen?”

Erst einmal an die Familie, die sich daheim in Österreich höchstwahrscheinlich Sorgen macht: Hier in Seoul merkt man absolut nichts. Es besteht keine Panik, und wir haben den Vorteil dass wir uns mit westlichen Medien, die nicht auf Beruhigung aus sind, informieren können.  Außerdem ist die Botschaft über meine Existenz informiert und wird mich bei jedweden, eventuell gefährlichen Ereignissen umgehend kontaktieren.
Das wollte ich nur hier loswerden, da ich weiß, dass einige Familienmitglieder diesen Blog verfolgen und ich mich einfach bei ihnen melden wollte. Macht euch keine Sorgen! ^^

Ganz liebe Grüße,

eure Kathi